Ein unvergesslicher Angeltrip nach Västervik

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Die Reise begann mit einem frühen Flug nach Stockholm – der schwedischen Hauptstadt, die durch ihre malerischen Wasserwege und charmante Architektur besticht. Mit der Vorfreude auf die bevorstehende Angeltour landeten wir am Arlanda-Flughafen, wo bereits alles für unseren Roadtrip vorbereitet war. Unser fahrbarer Untersatz für die nächsten Tage: ein gemietetes Wohnmobil von SkandiTrip Stockholm, perfekt ausgestattet für Abenteuer in der schwedischen Wildnis.

Nachdem wir die Formalitäten am Mietschalter erledigt hatten, begaben wir uns auf den Weg Richtung Süden. Die Fahrt von Stockholm nach Västervik, die etwa drei Stunden dauerte, war ein Erlebnis für sich. Wir fuhren durch idyllische Landschaften, vorbei an tiefgrünen Wäldern und funkelnden Seen. Schweden zeigte sich von seiner besten Seite, und die Vorfreude auf die Angelabenteuer in Västervik wuchs mit jeder Meile.

Ankunft in Västervik – Ein Paradies für Angler

In Västervik angekommen, machten wir uns sofort daran, einen geeigneten Stellplatz für das Wohnmobil zu finden. Der Campingplatz „Lysingsbadet“ direkt an der Küste war perfekt. Er bot nicht nur eine fantastische Aussicht auf die Schären, sondern auch eine praktische Nähe zu den besten Angelplätzen der Region.

Nach einer erholsamen Nacht im Wohnmobil begann unser Angelabenteuer früh am nächsten Morgen. Die Region um Västervik ist bekannt für ihre beeindruckende Schärenlandschaft, die aus unzähligen kleinen Inseln und Felseninseln besteht. Das klare, salzige Wasser beherbergt eine unglaubliche Vielfalt an Fischarten, die jedes Anglerherz höherschlagen lassen.

Die ersten Fänge – Hechte und Barsche

Mit einem gemieteten Motorboot fuhren wir hinaus in die Schären. Die Guides, die wir zuvor in einem lokalen Angelgeschäft getroffen hatten, gaben uns wertvolle Tipps zu den besten Angelplätzen. Unser Ziel waren die flacheren Gebiete nahe der Insel Gränsö, wo Hechte und Barsche besonders häufig vorkommen.

Es dauerte nicht lange, bis die ersten Bisse kamen. Schon nach wenigen Würfen mit unseren Kunstködern landete ein stattlicher Hecht von etwa 85 cm Länge im Kescher. Der Drill war intensiv, und die Freude über diesen ersten Fang war riesig. Doch das war erst der Anfang.

Die Barsche in der Region Västervik sind bekannt für ihre Größe und Kampfkraft. Innerhalb weniger Stunden hatten wir mehrere Exemplare gefangen, von denen einige knapp über 40 cm groß waren. Besonders effektiv waren hierbei Wobbler und Gummifische in natürlichen Farben, die sich perfekt an die Umgebung anpassten.

Das Highlight: Der Kampf mit einem kapitalen Zander

Am zweiten Tag unseres Trips entschieden wir uns, tieferes Wasser zu erkunden. Unsere Hoffnung: ein kapitaler Zander. Mit Hilfe eines Echolots fanden wir eine vielversprechende Stelle, an der der Boden steil abfiel – ein idealer Ort für Zander, die sich hier oft auf Beutejagd befinden.

Nach einigen Minuten des geduldigen Angelns kam der ersehnte Moment. Ein kräftiger Biss ließ die Rute erzittern, und der Widerstand am anderen Ende der Schnur deutete auf einen großen Fisch hin. Nach einem nervenaufreibenden Drill, bei dem der Zander mehrfach versuchte, ins Tiefe zu flüchten, konnten wir ihn schließlich sicher landen. Mit einer Länge von 78 cm war er einer der größten Fische, die wir je gefangen hatten.

Entspannung in der Natur

Neben dem Angeln hatten wir auch genügend Zeit, die wunderschöne Natur rund um Västervik zu genießen. Die Abende verbrachten wir oft am Lagerfeuer, wo wir unsere Erlebnisse des Tages Revue passieren ließen. Der Sonnenuntergang über den Schären war jedes Mal ein magischer Moment, der uns in Erinnerung rief, wie besonders dieser Ort ist.

Einer der Höhepunkte war ein Tagesausflug zur Insel Hasselö, die nur per Boot erreichbar ist. Dort erkundeten wir die unberührte Natur, genossen ein Picknick am Strand und versuchten uns im Fliegenfischen in den seichten Buchten der Insel. Auch hier hatten wir Erfolg: Mehrere Meerforellen gingen an den Haken, was unseren Trip perfekt abrundete.

Abschied von Västervik

Nach vier Tagen voller Abenteuer und unvergesslicher Angelmomente war es Zeit, Abschied zu nehmen. Die Rückfahrt nach Stockholm war geprägt von der Vorfreude darauf, die Geschichten und Fotos mit Freunden und Familie zu teilen.

Västervik hat uns nicht nur als herausragendes Angelziel überzeugt, sondern auch als ein Ort, an dem man zur Ruhe kommen und die Natur in vollen Zügen genießen kann. Mit seiner reichen Fischvielfalt, den spektakulären Landschaften und der herzlichen Gastfreundschaft der Einheimischen ist es ein Ziel, das wir jedem Angler – und Naturliebhaber – wärmstens empfehlen können.

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